Forsttechnikerverband e.V.

Forstreformgesetz in Baden-Württemberg bringt Verschlechterungen für Körperschaftswald

Den Kommunen in Baden-Württemberg wird in Zukunft die Auswahl bezüglich forstlicher Qualifikation beim Personal nun glatt genommen, so war die Stelle im neuen Gesetz eindeutig zu lesen. Nach dem bisherigen Gesetz war es, ähnlich wie es schon seit Jahrzehnten in Bayern auf Grundlage der Körperschaftswaldverordnung praktiziert wird, sehr wohl möglich, Forsttechniker auf Revierleiterebene zu beschäftigen. Die Stadt Tuttlingen und Biberach an der Riß haben dieses schon vor langer Zeit umgesetzt. Die Frage, warum diese Möglichkeit in Baden-Württemberg nun nicht mehr bestehen soll, ist den Forsttechnikern überhaupt nicht überzeugend begründet worden.

Immerhin ist Baden-Württemberg das Bundesland mit dem meisten Kommunalwald in Deutschland, noch dazu haben auch viele Kommunen großen Waldbesitz jenseits der 1.000 ha. Einen sehr guten Austausch mit vergleichbarer Ansicht zu dieser Thematik fand auch laufend mit der Forstkammer, dem Baden-Württembergischen Gemeindetag und dem Baden-Württembergischen Forstverein statt. Ohne Not wird den Kommunen hier eine Möglichkeit gestrichen, so war die einhellige Meinung. Eine Hoffnung für die waldbesitzenden Kommunen und natürlich auch für sich selbst sehen die Forsttechniker noch, indem sie den Nachweis der forsttechnischen Sachkunde nach Maßgabe der zukünftigen Rechtsverordnung erfüllen.